Meine
Oma ist 84 Jahre alt und zieht noch mal um. Auch wenn sie ganze 18 mal
in ihrem Leben alles Hab und Gut eingepackt hat, ist dieser Umzug nun
doch etwas anderes.
Meine Oma ist seit 4 Jahren verwitwet. Sie wohnt in einer 3-Zimmer Wohnung in einem kleinen Dorf mit 4390 Einwohnern in der Nähe von Dresden. Zu ihrer Wohnung fürt eine kleine Treppe mit 3 Stufen. Aber diese Stufen sind für Oma ein nicht zu bewältigendes Hindernis. So kommt es, daß sie seit 8 Jahren die Wohnung nicht verlassen hat. Es sei denn, sie musste zu einem Arzttermin. Dann kam der Pflegedienst, in den Anfängen mit einem Tragestuhl, später mit einem Rollstuhl.
Einen Lieferservice von Lebensmitteln oder Getränken gibt es in dem Dorf nicht - sodass der Pflegedienst auch diese Aufgaben erledigt hat.
Omas Kinder sind schon vor über 15 Jahren verstorben - die nächste Generation sind also ihre Enkel - mein Bruder und ich. Er wohnt in München, ich in Hannover. So sind wir auch nicht mal eben greifbar.
Wir wollten die Situation verbessern und haben nach einer neuen Bleibe für Oma gesucht.
Nach vielen, langen
Gesprächen mit Oma über die vielen Vorzüge einer "Unterbringung" in
der Nähe ihrer Enkel konnten wir anfangen zu suchen.
Eine bezahlbare Lösung in München zu finden haben wir angesichts des Wohnungsmarktes gar nicht erst versucht. So stand schnell Hannover als Ziel fest.
Welche Wohnform kommt in Frage?
Für ein Pflegeheim ist Oma noch zu fit - zumindest im Kopf.
Für eine Alten-WG ist sie zu stur und zu dominant. Das würde nicht funktionieren.
Ein Mehr-Generationen-Haus mit meiner Familie konnte sich auch keiner vorstellen - zumal wir eben erst eine Wohnung gekauft und bezogen haben.
Eine eigene Wohnung kommt nur mit Pflegedienst in Frage - das Konzept vom "Betreuten Wohnen" hat uns gleich angesprochen.
Im nächsten Artikel lest ihr, wie sich die Suche nach einem Platz im Betreuten Wohnen abgespielt hat.
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